Und dann kam der Tag an dem ich ruhte, ich stillstand und losging. 

Es bahnte sich der Weg in Kreisen hervor.

Ich bog nach rechts, der Nächte weg,

der Sonne empor um tief heraus zu sehen.

Zu erblicken, die Mauern hoch, wo Wolken fliegen 

und mich zum schwingen erhieben.

Ich schwong nach oben, mit Trieben,

so tief aus mir, die Kräfte siegen, hob eine

Liebe mich hoch, so essentiel und naturell.

Ein Übergang so nannte ich dies Gefühl dass in mir schlich, 

mich umarmte und ringte mit meinem Spiegelbild

ich immer sah,

ermahnte es mich, sich zu drehen, 

den Dingen zu, die in mir drangen, die Quelle

zum Übergehen zu bringen, hervorzuquillen, im Übermaß voll Leben. 

Meine Essenz, ich konnte nicht entkommen.

Jetzt und jetzt da stehe ich, den Brunne
säumen Blumen, so viele, so schön, ich roch voll Glück in meine Seele 

so schnell dieser Duft mich umringte und erfüllte. Ich blickte in eine Richtung, 

Klänge sangen, die ich kannte und versteckt durch eine Pusteblume

zwinkerte ich mir zu, verlockend in weißem Schein.

Ich löste mich und Blüten küssten mich, Düfte erfüllten,

Bilder verbanden, Erinnerungen erkannten.

So vieles herrlich mich umringte, ein Tanz,

ein Kuss, eine Umarmung. Ein Genuss, ein Fluss den ich schon lang erahnte

verband sich in mir. Mit mir.

Ich zerfloss. 

Wir lösten uns auf. 

Ich entglitt...

Und dann kam dieser Moment wo ich stand, mich neu verband,

ich mich fühlte so innig und stark, ich floss, ich genoss,

mein ganzes Sein zu einem Chor sich erhob. Und wir sangen...

Und dann war es soweit.

Ich gehe los...

 

2017 - 160x120cm  

© Robert Tratter